16. Mai 2012

Die Eisheiligen schicken einen bitterkalten Hauch über das Land und über einen zu trockenen Frühling wagt sich in diesem Jahr kaum einer zu beklagen. Nur selten läßt die Sonne den blühenden Flieder erstrahlen und schon fast darf man vermuten, dass dieser eher verwaschen als verträumt sein wird in diesem Mai.
Trotz des kühlen Windes in den letzten Tagen ist mein Optimismus den Sommer betreffend ungebrochen. Vielmehr lass ich es mir nicht nehmen, sommerliche Temperaturen an der Nähmaschine zu beschwören. Noch ein Sommerkleid entsteht, pink, beinahe neon, in dieser Version dem diesjährigen Modetrend der starken Farben folgend.

Eigentlich bin ich, was die Farbwahl für meine Kleidung angeht, weniger mutig und wähle lieber zwischen Weiß, Blau, Schwarz und allen Schattierungen von Grau. Doch diesem superpinken Pink konnte ich dann doch nicht widerstehen. Ein Hauch von Jersey, ein Trägerteilchen, schon sehe ich mich neonfarben umweht durch die laue Sommerbrise schlendern.

Den eisigen Temperaturen geschuldet, trage ich den neonpinken Sommertraum mit einer Lage Stoff darunter. Doch glaube ich fest an die Sommertage, die mich mein neuestes Schmuckstück auf bloßer Haut tragen lassen…zum Anbeißen, oder?
Nikki+++
PS: noch mehr feine Kleidungsstückchen gibt es heute beim Me Made Mittwoch.
13. Mai 2012

Noch fast im Dämmerlicht Getrappel nackter Füße über das Parkett. Geklapper, Geklirr und dann für eine Weile unheimlich still. Ein Stimmchen, das zu Tisch mich bittet und doch sich überzeugen läßt, ein Stündchen noch mit mir ins Bett zu schlüpfen.
Kind sein, Mutter sein, viel Glück und ebensoviel Reibungsfläche. Größer werden, am Leben wachsen und wenn schon lange selber Mutter, stets immer noch ein Kind zu sei. Kind sein, Mutter sein, voll unterschiedlicher Bedeutung, voll Zuneigung und voll Widerstand, voll Freude und voll von Konflikt, voll Sinnlichkeit und voll der Unsinnigkeit.
Um dieser Ambivalenz gerecht zu werden, zum Muttertag Strawberry Shortcake, genüßliches und dennoch schnelles Süß.
Zutaten: 1 1/2 Tassen Mehl, 1/2 Tasse Maismehl, 2 Teelöffel Backpulver, 1/2 Teelöffel Baking Soda, 1/2 Teelöffel Salz, 2 Esslöffel Zucker, 6 Esslöffel kalte Butter in Stückchen, 3/4 Tasse Buttermilch, Erdbeeren, Zucker, 200 ml Schlagsahne
Mehl, Maismehl, Backpulver, Baking Soda, Salz und Zucker in einer Rührschüssel mischen. Die kalte Butter schnell mit den Fingerspitzen einarbeiten, sodass ein bröseliger Teig entsteht. Nun die Buttermilch hinzugeben und schnell einarbeiten. Nicht zu lange kneten. Den Teig auf einer mit Mehl bestäubten Fläche zu einem 2 cm dicken Kreis formen. Mit einem bemehlten Glas Kreise ausstechen, diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen und mit Buttermilch bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 220°C ca. 15 Minuten goldbraun backen.
Erdbeeren waschen, vierteln und mit zwei Esslöffeln Zucker bestreuen. Sahne steif schlagen. Die Shortcakes durchschneiden, mit den Erdbeeren belegen, die obere Hälfte darauf setzen und mit Schlagsahne bestreichen.

Mutter sein, Kind sein, geliebt werden.
Nikki+++
PS: noch mehr Muttertagsüberraschungen gibt es heute hier.
9. Mai 2012

Kürzlich hat L. mir Stoff gebracht. Direkt aus Tansania, in den Trendfarben des vergangenen Sommers. Der Rollschneider hat mir nach längerer Pause wieder einmal treu zur Seite gestanden und eine Unmenge an bunten Streifen produziert. Diagonal zum Fadenlauf geschnitten, lassen sich die 3 Zentimeter breiten Streifen auf einem Baumwollfutter schön in die Kurve legen.

Rundum gestreift, in königlichem Blau und Grün, die Knie umspielend mit Schwung. Die Kanten unversäubert, ein wenig ungebärdig wie das Gras der Steppe. Sommerlich frisch die Farben, erinnernd an das Blau des Himmels und das Weiß der schneebedeckten Gipfel im Osten Afrikas.

Stolz bin ich auf das Ergebnis und trage es gar königlich. Muster, farbenfroh, fremd und faszinierend, sie werden mich durch den Sommer begleiten.

Einige Streifen sind noch übrig, für einen weiteren, königlichen Rock. Wie wär’s L.?
Nikki+++
PS: noch mehr königliche Gewänder finden sich heute beim Me Made Mittwoch.
6. Mai 2012

Rote Zeit, Erdbeerzeit. Heute erst Abends Zeit für den sonntaglich süßen Genuß. Eine vertraute Stimme am Ohr und eine köstliche Speise auf den Lippen. Die feinen Roten auf einem Bett aus üppig weißer Mascarponecreme, knackiges Baiser in pinkgestreift als Anstandsdame mit von der Partie. So geht’s hinein in den nun endlich grünen Mai, der schon die ersten zarten Minzeblätter aus dem Boden treibt.
Oh lang ersehnter, süßer Frühling, sei umarmt!
Nikki+++
PS: mehr süße Frühlingsstimmung verbreitet heute Katrin.
2. Mai 2012

Das Wochenende hat die Lust auf Sommer herbeigezaubert. Sonne, warme Brise, die Haut will Licht und ruft nach Badefreuden. Die Stoffsammlung hat einen lang vergessenen Seidenstoff hervorgezaubert. Wie Wasser fließt er über die Haut, fächelt Kühle auf den Körper. Liebevoll schmiegt er sich an mich, sanft und zärtlich, wie eine Wiese voller Blumen, macht er das Herz mir leicht.

Amerikanischer Ausschnitt, so nennt sich die geraffte Halspartie. Er macht das Nähen simpel und läßt das Ergebnis umso raffinierter werden.

Gelegenheit zum Nachnähen des luftig-leichten Sommertraums gibt es demnächst hier.

Bikini und Sonnenbrille in die Strandtasche gepackt, mach ich mich auf in einen amerikanischen Sommer. Wer kommt mit?
Nikki+++
PS: noch mehr sommerliche Leichtigkeit gibt’s heute beim Me Made Mittwoch!
29. April 2012

Zur Zeit ist mein Leben wie der Frühlingshimmel. Mal blau und heiter, ein Versprechen von sommerlicher Glückseligkeit in der Luft und dann wieder wolkig und unentschlossen, den sonnigen Teil des Jahres nun endlich in Angriff zu nehmen. In solch wankelmütigen Momenten merke ich, dass positives Denken durch den Magen geht und dann hilft ein sonntägliches Süß dabei, die vielversprechende Frühlingslaune wachzurufen.
Rhabarberkuchen mit Baiser, süß-saures Rhabarbermus an diesem Sonntag auf stabiler Mürbteigunterlage, damit die Bodenhaftung nicht verloren geht. Den Kopf in duftig, weißer Wolke aus Baiser, einen flauschigen Wolkenteppich auf den Gaumen zaubernd, der mich ganz hoch hinaus in den weiten Frühlingshimmel trägt. Für alle Frühlingsflieger hier die Anleitung für den Traum in Weiß:
Zutaten: Mürbteigboden – 300 g Mehl, 200 g Butter, 100 g Zucker, 2 Eigelb, 1 Prise Salz, 1 EL saure Sahne; Rhabarbermus – 500 g Rhabarber, 100 g Zucker, 40 g Speisestärke; Baiser – 3 Eiweiß, 1 EL Zitronensaft, 150g Zucker, 1 EL Puderzucker zum Bestäuben;
Für den Kuchenboden Mehl und Zucker in einer Schüssel mischen, kalte, gewürfelte Butter mit den Fingerspitzen einarbeiten, dann mit Eigelb, Salz und saurer Sahne mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten. Im Kühlschrank 30 Min kalt stellen.
In der Zwischenzeit Rhabarber schälen und in Stücke schneiden. In einem Topf mit Zucker bei mittlerer Hitze weichkochen. Die Speisestärke mit Wasser in einer Schüssel glattrühren und zum Rhabarbermus geben. Kurz aufkochen und beiseite stellen.
Den Mürbteig aus dem Kühlschrank nehmen, auf einer Frischhaltefolie ausrollen und in eine gebutterte und bemehlte Springform legen. An den Seiten einen Rand formen. Den Teigboden mehrfach mit der Gabel einstehen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C ca. 20 Minuten goldbraun backen.
Während der Boden im Ofen bäckt das Baiser vorbereiten. Dafür die drei Eiweiß und den Zitronensaft fest aufschlagen bis der Eischnee Spitzen zieht. Den Zucker einrieseln lassen und weiter aufschlagen.
Den fertig gebackenen Boden aus dem Ofen nehmen, das Rhabarbermus darauf verteilen, anschließend das Baiser darüberziehen und mit Puderzucker bestäuben. Noch weitere 20 Minuten bei 200°C backen. Dabei immer wieder ein Auge in den Ofen werfen, damit die Baiserhaube nicht zu dunkel wird.

Noch mehr Frühling wird heute beim Fräulein geträumt. Seid heiter!
Nikki+++
22. April 2012

Heute geweckt von Küssen, den herumlungernden Traum weggewischt mit Zärtlichkeit, luftige, zarte Berührungen, jeder ein sonntagssüßer Morgengruß. Profiteroles, köstliche Verführung, den Sonntagmorgen nur langsam und mit Streicheleinheiten für den Gaumen zu beginnen.
Hier das Rezept für die süßen Sonntagsküsse:
Zutaten: 1/4l Wasser, 100g Butter, in Würfel geschnitten, 100g Mehl, 4 Eier, 200g Schlagsahne, 1 Päckchen Vanillezucker, 100g Zartbitterschokolade, 50ml Schlagsahne
Wasser und Butter in einem Topf bei niedriger Temperatur erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Das Mehl mit einem Holzlöffel unterrühren, solange bis sich der Teig in einem Klumpen vom Topfboden löst. Topf vom Herd nehmen und die Eier nach und nach unterrühren. Teig in Portionen von etwa drei Teelöffeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech spritzen oder aufhäufen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C ca. 30 Minunten goldbraun backen. Dann den Ofen ausschalten, die Ofenklappe mit einem Holzlöffel leicht öffnen und die Profiteroles noch 15 Minuten nachbacken lassen.
Schlagsahne und Vanillezucker aufschlagen und die abgekühlten Teighäufchen mit Hilfe einer spitzen Spritztülle füllen. Schokolade in der Sahne im Wasserbad schmelzen und die Profiteroles damit bestreichen.
Fleur de Sel zaubert einen salzigen Hauch auf den Lippen und die Erinnerung an die sanften, zärtlichen Küsse, sie verweilt noch ein wenig.
Nikki+++
PS: Mehr sonntagssüße Verführungen gibt es heute hier.
15. April 2012

Wenn der April zu viele dunkle Tage bringt und den Regen in Schnüren vom Himmel schickt, dann braucht die Seele eine extra große Portion Wärme. Der Duft des sonntäglichen Süß weht sanft durch diesen Nachmittag, umschlingt und wiegt mich liebevoll in seinen Armen.
Aprikosen-Kokos-Schnitten aus diesem Buch entführen mich in einen süßen Traum, der meine Seele streichelt und ihr Nahrung gibt. Soul Food, tröstendes Süß auf meiner Zunge, der zarte Schmelz der Eiweiß-Zuckerwolke, der die Aprikosen schützend umhüllt.

Mit tropischer Gelassenheit flüstert der Kokostraum mir zu, hab’ Hoffnung, du Liebe, denn auch auf dunkelgraue Tage folgt ganz bestimmt der Sonnenschein.
Nikki+++
PS: Mehr Futter für die Seele findet sich heute bei Katrin.
11. April 2012

Kaum eine Blüte, deren Kelch so viele Mythen und Symbole birgt wie die zauberhafte, geheimnisvolle, schaumenstiegene, morgengerötete, erotische, zarte, königliche Rose eine Rose eine Rose eine Rose eine Rose.
Ich hege sie und pflege sie als Ehrengast in meinem Garten. Unendlich kann ich mich begeistern für die Mannigfaltigkeit der Form. Betörenden ihr Duft, berauschend die Farben. Unverbrüchlich die Kraft und Ausdauer mit der sie nach den härtesten Wintern wiederkehrt, sich dem Sommer entgegenzurecken um erst als Allerletze dem Gartenjahr Adieu zu sagen.
So warte ich voll Sehnsucht auf die ersten Knospen, wohlwissend dass sie ihren eigenen Zeitplan hat. Sie ist ein unabhängiger Geist, sie will bewundert, verwöhnt, geliebt und doch gelassen werden. Geduld und Hingabe und keine Furcht vor Schmerz verlangend, gibt sie uns alles, was wir an Bedeutung in sie legen möchten.



Die Anleitung für die zauberhaften Wickelrosen gibt es hier. Mit altmodischer Eleganz verkürzen sie mir nun das Warten auf die Rosenzeit.
Nikki+++
8. April 2012

Es gibt Wochen, die fliegen vorbei wie Träume. Es gibt Tage, deren Stunden sich wie eine kostbare Perlenschnur aneinanderreihen. Es gibt Orte, deren Mythen sich immer wieder neu entfalten, egal wie oft man sie besucht.
Banana Bread, das Süß an diesem Ostersonntag, Hommage an die vergangene Reise. Die sanfte Süße voll heiterer Gelassenheit. Zart schmelzend die Schokolade, Erinnerung an köstliche Momente. Fruchtig die Frische der Cranberries, wie all das Neue und das Alte, das zu entdecken war. Das Rezept von hier, im Hinterhof nun endlich selbst versucht.





New World meets Old World, in einem Augenblick entspannter Muße.
Nikki+++
PS: Mehr Ostersüß versteckt sich heute beim Fräulein.
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